Stimmgerät online
Spiel einen Ton, und diese Seite nennt ihn dir, zeigt seine Frequenz und sagt, wie viele Cent du darüber oder darunter liegst. Sie ist chromatisch, funktioniert also für jedes Instrument, das einzelne Töne spielt, und bringt die Standardstimmungen für Gitarre, Ukulele und Geige gleich mit.
Das Mikrofon geht erst an, wenn du auf Start drückst. Der Ton wird hier auf der Seite ausgewertet, von dem Skript, das diese Seite lädt: Nichts wird aufgezeichnet, nichts hochgeladen, und ein Server ist zu keinem Zeitpunkt beteiligt. Drückst du auf Stopp, schließt den Tab oder wechselst zu einem anderen, wird das Mikrofon wieder freigegeben. Die Erlaubnis zu verweigern ist völlig in Ordnung — nichts anderes auf dieser Seite braucht sie. Gespeichert bleiben nur dein Kammerton und die gewählte Stimmung, in diesem Browser.
Das Stimmgerät
Das Mikrofon ist aus.
Was es kann und wo es aufgibt
Es verfolgt einen Ton nach dem anderen, etwa vom A unter dem Bassschlüssel bis zum A zwei Oktaven über dem Violinschlüssel. Spielst du einen Akkord, wandert die Anzeige, denn eine einzelne Frequenz ist darauf die falsche Antwort. Ein lauter Raum, Musik aus einem Lautsprecher nebenbei oder ein sehr leiser Ton zeigen sich alle als Nadel, die nicht zur Ruhe kommt.
Ausgewertet wird das Mikrofon, das dein Browser liefert — mit abgeschalteter Rauschunterdrückung und Pegelautomatik, denn beide sind auf Sprache ausgelegt und formen einen gehaltenen Ton unbemerkt um. Das eingebaute Mikrofon eines Laptops reicht zum Stimmen meistens aus; ein Messgerät ist es nicht.
Wenn die Nadel sich nie bewegt
Die Zeile unter der Skala sagt, was die Seite hört. Steht dort weiter, dass kein Ton ankommt, obwohl du das Mikrofon erlaubt hast, gibt der Browser der Seite meist einen anderen Eingang als erwartet — ein Headset, ein virtuelles Gerät oder ein stummgeschaltetes. Sieh in den Browser-Einstellungen für diese Seite nach, welches Mikrofon sie benutzt. Browser reichen Audio unterschiedlich an eine Seite weiter; wo einer sich sperrt, kann ein anderer funktionieren.
A=440 — und wenn nicht
Der Kammerton lässt sich von 415 bis 466 Hz einstellen. A=415 ist die übliche Barockstimmung, etliche Orchester stimmen auf 442 oder 443, und ein altes Klavier hat sich vielleicht einfach irgendwo eingependelt. Alles auf der Skala wird gegen den Wert gemessen, den du hier einstellst.
Das Stimmgerät in der App
Scoreflection hat ein eigenes Stimmgerät, und auch dort kostet es nichts: eine Anzeige über ±50 Cent mit Instrument-Presets, eigenen Stimmungen und Referenztönen, für Instrumente, die nicht wie üblich gestimmt sind. Liegt dein Instrument gar nicht auf Kammerton, kann die App darauf kalibrieren — du spielst gehaltene Töne von C2 bis C6, und sie gleicht bis zu fünfzig Cent in beide Richtungen aus, statt dich dafür falsch zu bewerten.
Die App geht außerdem weiter, als ein Stimmgerät je kommt: Sie liest die Noten mit, die du spielst, und markiert jeden Notenkopf als richtig, falsch, ausgelassen oder verrutscht. Noten lesen, Wiedergabe, Metronom und Stimmgerät sind kostenlos und brauchen kein Konto. Zuhören und Bewerten gehören zum bezahlten Practice-Tarif, für den du angemeldet sein musst.
Geht es dir ums Tempo statt um die Tonhöhe? Hier gibt es auch ein Metronom online.